Bürgerstiftung Bovenden feiert 5-jähriges Bestehen (09.10.2009)


Die Bürgerstiftung Bovenden hatte zu ihrem 5-jährigen Bestehen in das Bürgerhaus Bovenden eingeladen, und 70 Bürgerinnen und Bürger kamen. Zur Einstimmung in den festlichen Abend wurde ein Glas Sekt mit einem Schuss Weinbergpfirsich vom Feinschmecker Paradies Weyl aus Bovenden gereicht. Joe Pentzlin spielte am Flügel u. a. Summertime von Gershwin und Georgia von Carmichael. Die Stimmung unter den Gästen war fröhlich.

Rolf Degener, Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung Bovenden, begrüßte die Gäste – auch im Namen seiner Vorstandskollegen Frau Bäcker, Frau Reichert und Herrn Völker sowie im Namen des Stiftungsrates mit seinem Vorsitzenden Herrn Thomas Minzloff - im festlichen Ambiente des Bürgerhauses. Er bedankte sich bei ihnen ausdrücklich für die großartige Unterstützung und das Vertrauen. Gemeinsam könne viel Gutes für die im Flecken Bovenden lebenden Menschen bewirkt werden.

Er erinnerte an den 14. Juni 2004. An diesem Tag wurde die Bürgerstiftung Bovenden als privatrechtliche Stiftung von 64 Bürgerinnen und Bürgern sowie einer Reihe von Unternehmen mit einem Gründungskapital von 78.610 Euro gegründet. Frau Bäcker, Bürgermeisterin des Flecken Bovenden, brachte seinerzeit zum Ausdruck, dass die Gründung der Bürgerstiftung ein besonderes Ereignis darstelle und sich aus diesem Grund die anwesenden und stimmberechtigten 37 Stifterinnen und Stifter in das "Goldene Buch" des Flecken Bovenden eingetragen haben. Viele Gäste warfen an diesem Abend noch einmal einen Blick in das "Goldene Buch" und fanden ihren Namenszug wieder.

Die Gäste konnten von Herrn Degener erfahren, dass die Bürgerstiftung auf einem soliden Fundament steht. Fast 300 Stifterinnen und Stifter haben der Bürgerstiftung mehr als 150.000 Euro anvertraut. Das Stiftungsvermögen kam infolge einer bewusst konservativen Geldanlage verlustfrei durch die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise. Von großer Bedeutung für das Wirken der Stiftung sind die sogenannten Zeitstifter. Derzeit engagieren sich 30 Bürgerinnen und Bürger als Vorlese- und Lernpaten. Mit ihrer Hilfe werden Kindergartenkinder für das Lesen interessiert und schwächere Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung ihrer schulischen Aufgaben gefördert. Die Bürgerstiftung Bovenden hilft ferner durch finanzielle Zuwendungen in sozialen Notfällen. Mit ihrer Arbeit, so Herr Degener, leistet die Bürgerstiftung einen aktiven Beitrag zu der "Wohlfühlgemeinde Bovenden".

Anlässlich des 5-jährigen Bestehens der Bürgerstiftung wurde erstmals die vergoldete bzw. silberne Anstecknadel mit dem Logo der Stiftung präsentiert. Mit dem Tragen der Nadel bringt der Träger seine besondere Verbundenheit zur Bürgerstiftung Bovenden zum Ausdruck.

In ihrem Grußwort erinnerte die Bürgermeisterin des Flecken Bovenden, Frau Heidrun Bäcker, an die Anfänge der Bürgerstiftung Bovenden. Zum Neujahrsempfang im Januar 2004 ist sie mit der Idee der Gründung einer Bürgerstiftung in Bovenden an die Öffentlichkeit gegangen. Bereits wenige Monate später, am 14. Juni 2004, konnte der Gründungsakt vollzogen werden. Der Grundgedanke, Mitverantwortung für das Gemeinwesen im Flecken Bovenden auf der Basis von Toleranz und Solidarität zu übernehmen, viel auf fruchtbaren Boden. Frau Bäcker brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass es gelungen ist, "für unsere Gemeinde etwas Besonderes zu schaffen, als Zeichen für starkes bürgerschaftliches Engagement und der enormen Identifikation unserer Bürgerschaft mit ihrer Gemeinde." Sie bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesondere den Stifterinnen und Stiftern, dem Stiftungsrat und dem Stiftungsvorstand sowie den Bovender Gewerbetreibenden für ihr großes Engagement und gratuliert im Namen von Rat und Verwaltung ganz herzlich zum 5-jährigen Bestehen der Bürgerstiftung Bovenden.

In einer gelungenen, musikalisch (Smetana: Die Moldau) untermalten Bilderschau ließ Stefan Rampfel, Internetbeauftragter der Bürgerstiftung, Bilder des Stiftungsgeschehens aus den vergangenen fünf Jahren ablaufen. Viele Erinnerungen wurden wieder lebendig.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war sicher die Ehrung von Frau Ingelore Kettler, Frau Ursula Huth und Herrn Horst-Dieter Müller, die durch ihr Wirken sich im besonderen Maße um die Bürgerstiftung verdient gemacht haben. Frau Bäcker brachte in ihrer Laudatio zum Ausdruck, dass Frau Kettler als Stiftungsratsvorsitzende die Stiftung von Anfang an aktiv gefördert und begleitet hat. Frau Huth und Herr Müller haben zusammen fünf Jahre im Vorstand gearbeitet. Frau Huth hat u. a. das Projekt "Vorlesepaten" ins Leben gerufen und begleitet dieses Projekt bis heute. Mühevolle Kleinarbeit war erforderlich, die verschiedenen Aktivitäten zu beginnen und am Laufen zu halten. Herr Müller hat als Vorsitzender des Vorstandes sich nicht nur akribisch um die umfänglichen administrativen Aufgaben gekümmert, sondern auch eigene Projektideen entwickelt und umgesetzt. Er hat dafür gesorgt, dass der Vorstand regelmäßig getagt hat, damit zeitnah Anträge auf Förderung von Vereinen und sonstigen Institutionen bewilligt werden konnten. Mehr als 35.000 Euro kamen bisher hilfsbedürftigen Bürgern zu Gute.

Darüber hinaus hat er viele Menschen angesprochen und als Stifter gewinnen können. "Herr Müller, das waren fünf Jahre harte Arbeit für die Stiftung. Sie können mit dem Ergebnis zufrieden sein", so Frau Bäcker. Es ist auch ein Verdienst aller Beteiligten, dass die Bürgerstiftung Bovenden das Gütesiegel – verliehen durch den Bundesverband Deutscher Stiftungen – führen darf. Dieses ist keine Selbstverständlichkeit. Die Bürgerstiftung muss eine Reihe von Merkmalen erfüllen. So muss sie u. a. eine unabhängig, autonom handelnde, gemeinnützige Stiftung von Bürgern für Bürger mit möglichst breitem Stiftungszweck sein, sich nachhaltig und dauerhaft für das Gemeinwesen in einem geographisch begrenzten Raum engagieren. Sie muss wirtschaftlich und politisch unabhängig sein und darf weder konfessionell noch parteipolitisch gebunden sein. In Anerkennung um ihre Verdienste für die Bürgerstiftung Bovenden wurden Frau Kettler, Frau Huth und Herrn Müller die Anstecknadel der Bürgerstiftung überreicht.

Vor dem Festmenü verwöhnte Joe Pentzlin die Gäste mit seiner Virtuosität am Piano. Blues, Boogie Woogie, Swing und Jazz erfreuten die Gäste. Herr Degener bedankte sich bei Joe Pentzlin für seine Zeit und seine Musik, denn Joe Pentzlin verzichtete auf ein Honorar zugunsten der Bürgerstiftung und wurde somit zu einem für die Stiftung so wichtigen Zeitstifter sowie für seine kreative Darbietung einer Vielzahl bekannter Musikstücke.

Nach Worten, Musik und Bildern genossen die Gäste sichtlich das geschmacklich hervorragende Abendessen, geliefert von der Fleischerei Erdelmann. Körper, Geist und Seele wurden an diesem Abend verwöhnt. Und einige Gäste machten ihr Schnäppchen bei der Stillen Auktion. So werden sich einige Gäste in einem Wellness Hotel verwöhnen lassen oder künftig besser navigieren können.

Ein besonderer Dank geht an die Damen der Erweiterten Nachbarschaftshilfe Bovenden um Frau Braun, die für die Dekoration auf den Tischen gesorgt haben, und an die Pfadfinder Bovenden mit ihrer Vorsitzenden, Frau Kaster, die die Bewirtung der Gäste übernommen hatten. Bei bekömmlichen Weinen und anderen Getränken wurde der Gedankenaustausch gepflegt. Einige Bovender Bürgerinnen und Bürger haben sich sicher an diesem Abend noch besser kennengelernt.

"Es gibt nichts Gutes außer man tut es" hat Erich Kästner einmal gesagt. Mit diesem Motto geht die Bürgerstiftung Bovenden auch in die nächsten fünf Jahre.

Bovenden im Oktober 2009

Rolf Degener (Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung Bovenden)

Begrüßung im Foyer des Bürgerhauses Bovenden

 

 

Neuer und alter Vorsitzender: Rolf Degener (links) und Horst-Dieter Müller

 

Bürgermeisterin Heidrun Bäcker und Horst-Dieter Müller

 

Das Goldene Buch des Flecken Bovenden

 

 

 

 

 

Waren für die Stille Auktion

 

Verkauf der neuen Anstecknadel

 

 

 

Joe Pentzlin am Flügel

 

Die Pfadfinder bedienten die Gäste bei der Begrüßung und am Abend.

 

Vorsitzender Rolf Degener bei seiner Rede

 

Bürgermeisterin Heidrun Bäcker bei ihrer Rede

Verleihung der Anstecknadel

Bürgermeisterin Heidrun Bäcker, Ursula Huth, Horst-Dieter Müller, Ingelore Kettler, Vorsitzender Rolf Degener

 

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